Vor mehr als 50 Jahren wurde in Monaco mit dem Bau des Stadtteils Fontvieille begonnen.

Auf dieser Postkarte aus den frühen 80er Jahren sehen wir die beiden Stadien und den im Bau befindlichen Stadtteil. Foto Jean_Paul Bascoul KollektionAuf dieser Postkarte aus den frühen 80er Jahren sehen wir die beiden Stadien und den im Bau befindlichen Stadtteil. Foto Jean_Paul Bascoul Kollektion

Auch der westliche monegassische Bezirk wurde in das Meer gebaut. Diese alten Fotos aus der Sammlung von Jean-Paul Bascoul zeigen es.

Der zukünftige Stadtteil Anse du Portier, auch bekannt als „Erweiterung auf See“, sorgt mit seinem Anteil an Booten mit fragwürdiger Ästhetik, vor den Augen der Passanten für Aufsehen.

Die Landgewinnung aus dem Meer ist eine Art monegassische Spezialität. In weniger als einem halben Jahrhundert hat Monaco seine Oberfläche um fast 40% vergrößert.

In den späten 1950er Jahren gab es den Bezirk Portier, in den frühen 1960er Jahren den Bezirk Larvotto und im Jahr 2000 das Grimaldi-Forum.

Im Westen des Fürstentums war das kühnste Projekt Fontvieille. Wo es einst Strände und einige Fabriken gab, die damals das Herzstück des monegassischen Industriesektors waren. Heute stehen dort Gebäude und ein Einkaufszentrum.

Fontvieille hat sich zu einem Gebiet mit sehr dichter Stadtplanung entwickelt. Foto Jean-François Ottonello

Die Landgewinnung ist ein ehrgeiziges Projekt, denn der Meeresboden fällt sehr schnell unter -30 Meter. Und auch, weil es diesmal darum geht, mehr als 20 Hektar zu gewinnen. Zuerst waren es sogar etwa 40 Hektar. Aber das Projekt wurde nach unten korrigiert. Baubeginn war 1966.

Im Jahr 1971 wurde der Grundstein für das erste Gebäude des Stadtteils gelegt. Es ist ein riesiges Projekt. In weniger als zehn Jahren wird das Fürstentum Monaco um 220.000 Quadratmeter Land und 55.000 Quadratmeter Hafengelände erweitert.

Es gibt heute nicht mehr viele Menschen, die beim Essen in einem der Restaurants am Pier wissen, dass sie auf einem Boden sitzen, der aus dem Meer gewonnen wurde. Eine Meisterleistung der Technik und Kühnheit, die Prinz Rainier III. den Spitznamen „Prince Bâtisseur“, der Bau-Prinz, einbrachte.

Auf dieser alten Ansicht ist die Lage der Uferlinie zu sehen. Foto Jean_Paul Bascoul Kollektion
Der Palastplatz bot einen ungehinderten Blick auf Cap Fleuri. Fotosammlung Jean_Paul Bascoul
Heute gibt es viel mehr Touristen und Gebäude. Foto Jean-François Ottonello